Freie Open Source Software (FOSS) / Linux

Die kurze Antwort ist: Ja, inzwischen ist das problemlos möglich.

FOSS (Free Open Source Software) umfasst nicht nur das Betriebssystem Linux, sondern auch längst etablierte Apps, die Edge, Outlook, Word, Excel, Powerpoint ersetzen. Oft sogar deutlich besser als die althergebrachten Tools.

Thunderbird von Mozilla ist beispielsweise eine OpenSource Software für Emails, beherrscht diverse Verschlüsselungen und ist Outlook allein damit bereits überlegen. Auch Kontact verwaltet E-Mails, Kalender, Kontakte – besser als Microsoft und dazu kostenfrei.

LibreOffice ist ebenfalls nur eine Möglichkeit, Microsoft Office 365 endlich den Rücken zu kehren und die willkürliche Entwicklung und immer teurere Lizenzen zu sparen.

Auch hier die kurze Antwort: Ja, in fast allen Fällen!

Ausnahmen gibt es bei hochspezialisierter Software, die zwingend Mirosoft Windows voraussetzt und für die es (noch) keine gleichwertige FOSS-Alternative gibt. Ein Beispiel ist Acrobat Photoshop, wenn das Programm für die Druckvorstufe verwendet werden muss. GIMP ist zwar ein professionelles Werkzeug zur Bildbearbeitung, bietet aber derzeit noch keine ausreichende CMYK-Farbseparation. CNC-Programme sind ebenfalls noch selten im FOSS-Bereich.

Das war auch meine Erfahrung – vor 20 Jahren 😉 Inzwischen gibt es aber unzählige Distributionen, die ausgereift und sehr anwenderfreundlich sind. Sie bieten Long-Time-Support, eine sehr stabile und zuverlässige Plattform, arbeiten ressourcenschonend, datensparend und schnell. Für Windows-Umsteiger gibt es besondere Anpassungen in bestimmten Distributionen, sodass sich Anwender sofort zurecht finden und ihre Arbeit ablenkungsfrei und effektiv erledigen können. Ich empfehle hier Linux Mint. Eine angenehme und vertraute Oberfläche, basierend auf Debian und natürlich mit vollständiger deutscher Sprachunterstützung und einem riesigen geprüften Softwarepaket

Stellen Sie sich vor, ein US-amerikanischer Präsident würde von Microsoft, Apple und Co. verlangen, europäische Softwarelizenzen zurückzuziehen. Dann würden alle Ihre PCs und Laptops ohne Vorwarnung nicht mehr funktionieren. Sie könnten nicht einmal auf ein anderes Betriebssystem wechseln, weil Microsoft nicht nur Windows, Word usw. kontrolliert, sondern auch die Lizenzen im Boot-Sektor Ihres Rechners verwaltet (=> SecureBoot-Desaster).
Oder es werden aus Zollgründen einfach „nur“ die Clouds für Europäer abgeschaltet.

Dazu kommen die Möglichkeiten, digital ausspioniert und mit ungewollter Werbung zugeschüttet zu werden, an die wir uns inzwischen notgedrungen gewöhnt haben: Sie sichern Ihre Daten in OneDrive, iCloud, GDrive oder Amazon? Die Daten liegen auf europäischen Servern und unterliegen damit europäischen Datenschutzvorschriften. Damit ist Ihr Unternehmen zumindest EU-rechtlich auf der sicheren Seite.

Aber Ihre Daten werden trotzdem von US-amerikanischen Firmen und Regierungsorganisationen analysiert und ausgewertet. Dies regelt der Cloud Act, der alle US-amerikanischen Firmen zur Auskunft gegenüber US-Behörden verpflichtet – unabhängig von Server-Standorten.

Wenn Sie einen Windows-PC starten, ein Browserfenster öffnen, oder eine App installieren wollen: Sie werden von Werbung erschlagen, die das Betriebssystem zum finanziellen Nutzen des Herstellers ausliefert. Dabei wird überwacht und protokolliert, wie Sie mit dieser unerwünschten Werbeeinblendung umgehen: Klicken Sie sie sofort weg? Oder verweilen Sie doch noch ein bisschen und schauen genauer? Dann werden Sie zukünftig noch mehr Werbung erhalten, die exakt auf Ihr Verhalten zugeschnitten ist.

Bei Software-Installationen unter Windows ist es noch schlimmer – hier können Sie oftmals unerwünschte Werbe-Apps gar nicht mehr unterscheiden von der Software, die Sie eigentlich installieren wollen…

Linux-Distributionen sind sauber und ablenkungsfrei. Die Software macht genau das, wofür sie programmiert wurde – ohne Ihnen irgendetwas zusätzlich aufzuzwingen. Dass das so ist, liegt am der quelloffenen Software. Jeder Anwender und jeder Programmierer kann den Programmcode einsehen und prüfen, was da genau passiert, ob es Sicherheitslücken gibt, ob die App heimlich Daten „nach Hause“ schickt. Manipulationen fallen sofort auf und werden in die Anwendungsverwaltungen gar nicht erst aufgenommen.

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